Seminare - Wege der Ahnen

Die Sidhé – der Feenhügel

 Die Schwitzhütte der alten Welt

 

Bild der Schwitzhütte

Schwitzhütten begegnen wir in vielen Kulturen der Welt.

Die Aspekte der körperlichen Reinigung und Entschlackung sind von der finnischen Sauna, dem russischen oder römischen Dampfbad oder dem türkischen Hamam bereits seit altersher bekannt und bis in die heutige Zeit beliebt. Ein Saunagang ist durch Anregung des Kreislaufs, des Stoffwechsels und des Immunsystems nachgewiesenermaßen gesundheitsfördernd.

 

Doch eine Schwitzhütte ist mehr als ein Ort der körperlichen Reinigung. Das Ritual der Schwitzhütte ist vielmehr ein geistiger und spiritueller Reinigungsprozess. Sie dient auch der persönlichen Heilung und Inspiration.

Aus Naturmaterialien errichtet, bietet die Schwitzhütte die Möglichkeit uns mit den Elementen des Feuers, der Erde, der Luft und des Wassers zu verbinden. Wir erleben ihre starke und reine Präsenz: Wasser trifft zischend auf glühendheiße Steine, die Luft in der Hütte erwärmt sich und nimmt den Geruch der Erde an ...

Durch die inzwischen weit verbreiteten Inipi Zeremonien nach Lakota Art, ist die mobile Schwitzhütte aus Weidenruten recht bekannt. Diese Art der Schwitzhütten, ist der dortigen ursprünglichen Art des Lebens, dem Nomadentum, angepasst.

In unserer europäischen Kultur sind feste Schwitzhütten seid über 3000 Jahren bekannt.

Das lässt sich durch unterschiedliche archäologische Funde, auch hier in der Süd-Westpfalz, belegen. Ausgrabungen am Donarsberg und Funde in und um Rheinheim förderten Überreste von Hütten mit Feuerstellen zutage, bei denen aufgrund von Fläche und Raum eine Nutzung zur Nahrungszubereitung oder zum Wohnen ausgeschlossen werden konnte.

Die rituelle Nutzung als Ort der Heilung und Visionsuche ist aufgrund von überlieferten Fragmenten am wahrscheinlichsten


Wenn wir in die Schwitzhütte gehen, steigen wir hinab in Mutter Erde, gleich einem Rückzug in das ursprüngliche Dunkel und die Wärme der Gebärmutter.

Aus ihr werden wir neugeboren entsteigen, wenn wir das Schwitzhüttenritual vollzogen haben.

Begriffserklärung

Sidhé sind Halbelfen aus den inselkeltischen Mythen und Sagen. Sie leben unter der Erde in künstlichen Hügeln. Nach der Legende sind es diese Sidhé, welche die Tore in andere Welten öffnen, den Menschen Träume schenken und die Toten in die andere Welt begleiten. Ursprünglich nannte man sowohl die Elfen wie auch die Feenhügel Sidhé. Wir benutzen den überlieferten Begriff des Feenhügel für die stationäre Schwitzhütte.

Schwitzhütten Ritual in der Sidhe

Eine Sidhe ist ein Ort, an den wir uns begeben können um ganz unterschiedliche intensive Erfahrungen zu machen. Es ist ein geschützter Raum an dem vieles möglich ist. Zu einem Ritual in der Sidhé gehört immer der Aufruf, ein Thema, eine Absicht, der die Schwitzhütte dienen soll.

 

Das können ganz verschiede Anlässe sein:

 

  • Individuelles Erlebnis
  • Persönliche Grenzerfahrung

  • Kontakt zu Ahnen und Verstorbenen

  • Berührung des Göttlichen

  • Begegnung mit dem eigenen Selbst

  • Reisen zu bestimmten Orten der Erde/Welt

  • Erfahrung des inneren Kindes/innerer Werte

 

Sie könne die Sidhé alleine - nur in Begleitung eines Ritualleiters - nutzen, wenn ein persönliches Problem eine Reinigung oder Selbst-Heilung dieser Art notwendig macht.

In den meisten Fällen wird die Schwitzhütte von einer Gruppe von bis zu 8 Personen besucht.

Absprachen über den Zweck, den sogenannten Aufruf, werden vor der Zeremonie getroffen, ebenso Absprachen über den Ritualablauf und Verhalten in der Sidhé.


Anfragen richten Sie bitte an

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oder per Telefon an das Vereinsheim in Biederhausen, 

Thomas Marc Göbel

Telefon 06375/993748